Laut Studien werden Retargeting-Ads drei Mal häufiger angeklickt und konvertieren um 70% eher als Werbeanzeigen für Personen, die noch nie mit dem Unternehmen interagiert haben (Invespcro). Das klingt vielversprechend, oder? Doch auch ein mächtiges Marketing-Instrument wie Retargeting muss richtig eingesetzt werden, um Erfolge zu verzeichnen. Lesen Sie diesen Beitrag und lassen Sie sich von effektiven Retargeting-Strategien für Ihr Marketing inspirieren.

Wie funktioniert Retargeting?

Retargeting ist eine Marketing-Strategie, bei welcher Werbung an Personen ausgespielt wird, die mit dem Unternehmen bereits in irgendeiner Weise interagiert haben. Das Ziel ist dabei meist Brand Awareness oder Conversions zu generieren, es kann aber auch dazu verwendet werden, um die Kundenbindung zu stärken.

Der erste und zugleich wichtigste Schritt, um Retargeting-Ads ausspielen zu können, ist das Erstellen der Retargeting-Audiences. Um eine solche Zielgruppe zu definieren, können zum Beispiel Website-Interaktionen oder App-Nutzungsdaten verwendet werden. Alternativ können bestehende Kundeninformationen aus dem CRM, Newsletter-Listen oder Kassensystem in das Ad-Tool importiert werden. Zudem bieten die Ad-Netzwerke die Möglichkeit Interaktionsdaten innerhalb der jeweiligen Plattform als Retargeting-Trigger zu verwenden. Bei Facebook wären das beispielweise User-Interaktionen mit der Facebook Page, Instagram Account oder Events und bei Google können zum Beispiel Daten von Youtube verwendet werden. Nachdem eine Retargeting-Audience erstellt wurde, kann diese beim Aufsetzen einer Ad-Campaign unter “Audiences” ausgewählt werden.

Erstellung einer Retargeting-Audience auf Facebook.

Was muss bei der Erstellung von Retargeting-Ads beachtet werden?

Eine Zielgruppe von Personen zu bilden, welche in den letzten 180 Tagen Ihre Webseite besucht haben, klingt einfach und verlockend. Ads zu kreieren, welche für die gesamte Gruppe relevant sind, kann jedoch zur Herausforderung werden. Denn die User unterscheiden sich sowohl bezüglich des Kundenbedürfnisses als auch der aktuellen Phase der Customer Journey, in welcher sie sich befinden. Ein optimaler Einsatz von Ressourcen erfordert daher eine Segmentierung der Zielgruppe.

Segmentierung nach Kundenbedürfnis

Insbesondere bei Firmen mit einer breiten Produktpalette ist es wichtig, das Kundenbedürfnis der Nutzer zu identifizieren. Dabei kann der Content, welchen sich die User auf der Website ansehen, einiges über die Interessen und die gesuchten Produkte preisgeben. Retargeting spezifisch auf Personen auszurichten, die bestimmte Seiten besucht haben, kann deshalb sehr effektiv sein. Nutzen Sie Dynamic Ads um möglichst personalisiert vorgehen zu können. Diese ermöglichen es, dass dem User genau die Produkte gezeigt werden, welche er beispielsweise angeklickt oder bereits in den Warenkorb gelegt hat. Westhive hat zum Beispiel folgende Retargeting Ads für Besucher der Meeting-Räumen Page geschaltet.

Retargeting Ads für Sitzungszimmer-Interessenten.

Tipp: Bestimmen Sie die Webpages, welche für die Identifizierung des Kundenbedürfnisses genutzt werden können und Seiten, welche am meisten angesehen werden. Für die Schnittmenge dieser Seiten erziehlt Retargeting die besten Resultate. Achten Sie dabei darauf, dass die Grösse der Audience die Bestimmungen der Mindestgrösse der Zielgruppe auf der relevanten Ad-Plattform erfüllt.

Segmentierung nach Funnel-Stufe

Kunden durchlaufen die Customer Journey unterschiedlich schnell. Es ist wichtig, ein Verständnis für die verschiedenen Phasen zu entwickeln, welche ein potenzieller Kunde bis zum Kaufabschluss durchläuft, damit Triggers für die Segmentierung gefunden werden können. Neben dem Userverhalten auf der Website sollte hier auch das CRM mit Lead Scoring angeschaut werden.

Nach der Segmentierung können die User mit Messages und Ad-Formaten, welche zur jeweiligen Customer Journey Phase passen, durch den Verkaufstrichter geführt werden. Wenn beispielsweise Conversions gefördert werden sollen, dann bieten sich Lead Generation Ads an, welche den Weg zur Formulareinsendung verkürzen, da die Interessenten die Ad-Plattform nicht verlassen müssen. So hat Westhive Lead Gen Ads für eine vereinfachte Anmeldung für einen Coworking Probetag eingesetzt.

Lead Generation Ad auf Facebook für Probetage bei Westhive.

Sollten Retargeting Ads an bestehende Kunden ausgespielt werden?

Die Antwort lautet: Ja. Bestehende Kunden sollten ab und zu daran erinnert werden, dass es Mal wieder an der Zeit ist, Ihrer Webseite einen Besuch abzustatten. Retargeting Ads können einerseits die Kundenbindung steigern und andererseits Up-Selling- sowie Cross-Selling fördern. Erstellen Sie eine Audience indem Sie Daten von Ihrem Onlineshop oder Kundenbindungsprogramm mit dem Ad-System abgleichen. Auch hier gilt beim Aufsetzen der Werbekampagne: je personalisierter, desto besser.

Fazit

Mit Retargeting können Sie sich auf Personen konzentrieren, welche bereits ein gewisses Interesse an Ihrem Business gezeigt haben. Dadurch erhöhen Sie nicht nur Ihre Markenbekanntheit und die Kaufwahrscheinlichkeit der potenziellen Kunden, sondern können auch den Lifetime Value von bestehenden Kunden steigern. Damit Retargeting richtig erfolgreich ist, sollten sie ihre Zielgruppe nach Kundenbedürfnis sowie Customer Journey Phase segmentieren und diesen Segmenten Ads mit passendem Content und Format ausspielen.

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